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Bau eines Magnetrührers



 
Nach dem ich den in der Zeitschrift Koralle beschriebenen Phytoplankton – Reaktor gebaut habe, musste ich mir Gedanken darüber machen wie ich meinen zweiten Reaktor ohne Magnetrührer betreibe. Ich hatte nur einen Magnetrührer im Keller rumliegen.

Mit diesem habe ich erst mal den ersten Reaktor betrieben. Jetzt habe ich mich nach einem zweiten umgesehen und stellte fest, dass die zum einen sehr teuer sind und auch relativ viel Leistung aufnehmen. Also nichts auf Dauer. So fing das alles an.

In der Zwischenzeit kamen noch ein Reaktor dazu, der seinen Platz im Unterschrank finden sollte. Aber da kam das nächste technische Problem: Die begrenzte Höhe (nur 65cm). Der Reaktor war aber so geplant, dass er aus einer 50cm langen Röhre gebaut werden sollte. Da ich aber oben ca. 4‑5cm Platz für die Anschlüsse benötige, kam kein normaler Magnetrührer mit ca. 12cm Höhe infrage.



So noch mal die Maße: 50cm Rohr + 3cm Boden/Deckel + 2mm Dichtung + 5cm Platz für Anschlüsse

Das macht unterm Strich: 58,2cm

Hieraus folgt, dass der Magnetrührer nicht höher als 4cm sein darf.

Nach dem ich länger hin und her überlegt habe, fiel die Wahl auf einen normalen 12V PC‑Lüfter, da sie recht preiswert und leise sind. Ein anderer netter Nebeneffekt ist, dass sie nur wenige Leistung aufnehmen, da der Rührer nie ausgeschaltet wird.

(Typische Leistungsaufnahme eines PC‑Lüfters ~1,4W bei 12V anstatt 20W und mehr für einen normalen Magnetrührer).

So, jetzt genug der Einleitung.

Der Bau:

Bauteile:


  • 1 Steckernetzteil zwischen 5 und 12V
  • 1 PC‑Lüfter 80x80mm 12V
  • 1 Kunststoffplatte min. 80x80mm
  • 2 Magnete
  • 4 Gummifüße

Als erstes misst man die Größe des Lüfterrads, da dieser Bereich mit einer Kunststoffplatte abgedeckt werden muss.
Da ich einen sehr großen Magnetfisch verwende, muß ich die Magnete soweit wie möglich nach außen.

Dies ist die zur Verwendung vorgesehene Kunststoffplatte. Aus der Platte muss eine Scheibe mit einem etwas geringeren Durchmesser als das Lüfterrad ausgeschnitten werden.
Dazu wird die Kunststoffscheibe am besten mit einem Kreischneider für die Bohrmaschine ausgeschnitten.

Die Kanten müssen jetzt noch geglättet werden. Auf der Scheibe wird die Position für die Magnete markiert.

 


Bei der Positionierung darauf achten, dass sich möglichst keine Unwucht ergibt.

 

Sonst würde es sehr schnell zu einem Lagerschaden des Lüfters kommen.
Das Problem mit der Beschaffung der Magnete habe ich für meinen zweiten Rührer auch gelöst. Im Baumarkt bekommt man für Schranktüren Magnetverschlüsse, diese lassen sich sehr gut für diesen Zweck einsetzen.
Sind die Magnete auf der Kunststoffscheibe befestigt, kann man diese Konstruktion auf den Rotor des Lüfters aufsetzen und provisorisch fixieren.

 


Jetzt kommt der große Test.

 


Hierbei sollte man etwas Vorsicht walten lassen, falls sich irgend etwas löst.

Ist dieser Test erfolgreich absolviert, kann man alles endgültig befestigen.

 


In den Ecken des Lüfters sollte man noch Gummifüßchen befestigen damit nach Möglichkeit keine Schwingungen auf den Untergrund übertragen werden.

Dieser Rührer ist hier noch ohne seine Gummifüße.

 


Die Höhe beträgt nur 32mm, mit den Füßchen misst er nur 34mm.

 


Jetzt kann man dem Rührer noch ein kleines Gehäuse verpassen. Dann kann auch keiner mit seinen Fingern hinein kommen. Wie stark die Deckplatte sein darf, hängt etwas von den Magneten ab.


Meinen Lüfter/ Rührer betreibe ich nur mit 5V. Damit läuft er an und dreht nicht zu schnell. Mit dieser Konstruktion wird der Inhalt im Reaktor mit 25cm Durchmesser problemlos bewegt. Das reicht völlig aus. Es bildet sich in der Mitte sogar ein kleiner Sog-Kegel von ca.1‑2cm.

Sollte es sich ergeben das die Drehzahl nicht ausreicht, kann man den Rührer mit etwas mehr Spannung betreiben, aber nie mehr als die zulässigen 12V!

Das Beste an dieser Konstruktion ist, dass das Ganze nicht mal 3,5cm hoch ist und nur wenige Euro gekostet hat..

 

 



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